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20.07.2011 - BZ

Das Experiment erweist sich als Erfolg

20.07.11 00:00|St.Blasien
Das Experiment erweist sich als Erfolg
Tomoko Ishige(links) gab den Takt vor, Francesca Santangela arbeitete rythmische Differenzierungen heraus. Foto: Margit Matyscak
Die Zuhörer waren angetan vom ersten Wandelkonzert mit internationalen Percussionisten in der Domstadt

St.Blasien. Drei Klanginstallation an verschiedenen Orten in der Stadt – so war das
Wandelkonzert angekündigt, das ein sehr großes Publikum verdient gehabt hätte.
Von 200 Zuhörern sprach Bernd Ruderisch, der mit dem St. Blasier Werbe- und
Aktivkreis als Hauptsponsor auftrat.

Jonathan Hepfer aus den USA spielte die Spring Drum in der Eingangshalle des
Kollegs, die Italienerin Franscesca Santangela und die Japanerin Tomoko Ishige
Metall-Percussion in der Konzertmuschel des Kurparks. Verschiedene
Rhythmusinstrumente waren außerdem in der Vorhalle des Doms zu hören.

Klanginstallationen beziehen die Aufführungsorte mit ein,was die drei Künstler
sehr gut umsetzten. Ihre Improvisationen entsprachen den Orten, schafften mit
höchster Konzentration Rhythmusmelodien, die bei den Zuhörern Staunen
hervorriefen und im Domeingang Kinder mit offenem Mund lauschen ließen. Wenn
Tomoko Ishige den Takt vorgab, strukturierte Franscesca Santangela
differenzierte Rhythmen, Gegenbewegungen flossen ineinander, immer die große
Einheit wahrend.


Raum und Musik demonstrierten Größe, Stärke, Macht. Für die Konzertmuschel
musste Bernhard Marx zunächst eine Jugendgruppe zum Schweigen auffordern. Sie
trollten sich, kamen mit Mofas zurück, stellten aber den Motor ab, als sie den
Platz überquerten. So viel Rücksicht und Einsicht zeigte ein offensichtlich
angetrunkener Erwachsener nicht, der die Vorführung mit seinen Beschimpfungen
störte.

Die Musikerinnen bezogen die Vorgänge ins Metall der Instrumente mit ein. Das
schepperte und wurde zur Ruhe aus den Klangschalen geführt. Die Begeisterung der
Zuhörer war groß. Ihr Bedauern Jonathan Hepfer im Kollegseingang nicht mehr
erleben zu können, schien echt. Dem Musiker war bei der Eröffnung der ersten
Reihe die Spring Drum kaputt gegangen und konnte in der einstündigen Pause auch
nicht repariert werden.

Mit diesem Wandelkonzert zeigte der Werbe- und Aktivkreis seinen Mut zu Neuem.
Den Ruf nach Absperrung der Innenstadt während des Konzerts hat manche Großstadt
bereits vollzogen. Echter war diese Installation. Für die Musiker aber auch
herausfordernder. Ein nächstes Wagnis dieser Art wäre zu wünschen, vielleicht
mit dem Rhythmus der Bildhauertage?

Autor: Margrit Matyscak

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