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24.08.2011 - BZ

Mit höchstem künstlerischen Anspruch

24.08.11 00:00
Mit höchstem künstlerischen Anspruch
Der Flötenvirtuose aus Rom, Angelo Persichilli ließ das Orchester der Nachwuchstalente, die Spohr Philharmonie unter der Leiitung von Ariane Mathäus im Dom St.Blasien brillieren. Foto: Matyscak
Das Kammerorchester der Spohr-Philharmonie spielte in der Reihe der Domkonzerte

        

ST. BLASIEN.
Angelo Persichilli, der Mann mit der goldenen Flöte, gestaltete als Solist des
Kammerorchesters der Spohr Philharmonie unter Leitung von Ariane Mathäus die
letzte Samstagsveranstaltung der Internationalen Domkonzerte. Zur Tradition der
Spohr Philharmonie gehört die Präsentation junger musikalischer Hoffnungsträger.
"Wenn Angelo Persichilli Zeit hat, dann muss man zugreifen", kommentierte die
Dirigentin im Anschluss an das Konzert.

Zuletzt reiste der Flötenvirtuose vor drei Jahren von Rom in den Schwarzwald,
nach Hinterzarten zum Marschner Festival. Professor Wolfgang Marschner gründete
in den 70er Jahren die Spohr Akademie an der Musikhochschule Freiburg zur
Förderung besonderer Talente. Ariane Mathäus übernahm die Leitung des
Orchesters. So schließt sich der Kreis musikalischer Tradition mit höchsten
künstlerischen Ansprüchen. Traditionell war auch das Programm für Flöte und
Streicher: Telemann, Bach, Debussy und Vivaldi. Beim Zusammenspiel der jungen
Streicher mit dem gestandenen Virtuosen rauschte zwanghaft Beifall nach jedem
Stück, als müsste damit das Atmen nachgeholt werden, weil das Publikum ihn zuvor
angehalten hatte.
Angelo Persichillis Flöte als konstante Emotionsträgerin ließ immer wieder
schweben und die Domakustik spielte mit. Da brachte der Zwischenapplaus keinen
Stimmungsabriss. Die virtuosen Kapriolen der Flöte auf dem Teppich des
Orchesters erfüllten Langhaus und Rotunde. Nach dem Solo Syrinx für Flöte allein
von Claude Debussy war zu beobachten, wie das Publikum vom Langhaus in die
Rotunde zieht. Die goldene Flöte forderte die Überprüfung der unterschiedlichen
akustischen Auswirkungen direkt heraus.

War der Auftakt, Telemanns Ouvertüre a-Moll für Flöte und Streicher TWV 55, eine
Darstellung virtuosen Atmens durch die Flöte, so verlor sich die Sonate e-Moll
BWV 1034 für Flöte und Violoncello von Johann Sebastian Bach. Märchenkenner
mögen an "Die Chinesische Nachtigall" gedacht haben, so zauberhaft waren die
Flötenklänge, unterstützt vom Cello Alfredo Persichillis. Hier zeigten Vater und
Sohn Einklang in jeder Bedeutung des Wortes. Syrinx ist allen
Weltklasseflötisten aufs Instrument geschrieben, so auch Angelo Persichilli.
Vivaldis Konzert "La notte" rauschte im Orchester wie in den später komponierten
"Vier Jahreszeiten", wo die Streicher der Flöte die Show stehlen. Vivaldis
Konzert "La tempesta di mare" malte den Lerchenflug in seiner Spirale der vielen
Motive. Besonders schön war hier das Duett der Flöte mit dem Cello. Den
Schlussapplaus quittierten die Musiker mit zwei Zugaben. Beide Stücke waren
weitere Oden an den akustisch differenzierten Raum des Doms, dem in der
diesjährigen Konzertreihe besonders Rechnung getragen wurde.

 Autorin: Margrit  Matyscak


 

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